Angefangen hat es mit einer geschlossenen Tür.
16. März 2020. Der Bundesrat schliesst die Läden. Über Nacht stehen Betriebe
vor einer Frage, die vorher niemand stellen musste: Wie verkaufe ich etwas, wenn
niemand mehr durch meine Tür kommt?
Ich hatte damals einen Laptop, keinen Auftrag und eine Antwort: einen Shop. Also
habe ich gebaut — Shopify, Zahlungen einrichten, Versandregeln, Produktbilder,
Texte — für Leute, die von einem Tag auf den anderen online sein mussten. Aus dieser
Zeit stammen die ersten Betriebe, für die ich gearbeitet habe. Geblieben ist mir
davon nicht das Geld, sondern eine Erkenntnis: Mit einem Laptop und zwei Wochen
Arbeit kann man etwas bewegen, das für jemand anderen wirklich zählt.
Danach kamen weitere Shops. Und mit jedem wurde etwas anderes deutlich: Der
Warenkorb hat mich nie wirklich interessiert. Was mich abends noch am Bildschirm
gehalten hat, war die Seite selbst — dass sie in zwei Sekunden steht, dass ein
Fremder in zwei Sekunden begreift, worum es geht, und dass am Ende jemand anruft.
Ich war nicht der Shop-Typ. Ich war der, der Websites baut.
Also habe ich daraus ein Handwerk gemacht. Von Hand schreiben statt aus dem
Baukasten klicken. Jede Seite auf den Betrieb zuschneiden statt eine Vorlage
einfärben. In der IT gelernt, was eine Seite schnell, sicher und auffindbar macht —
und nebenbei gesehen, was Agenturen dafür verlangen. Fünf Jahre später sind drei
Betriebe im Kanton Zürich online, die Sie unten anklicken können.
Aus einem Hobby ist ein Beruf geworden, und den mache ich mit einem Vorsatz:
zu Preisen, bei denen ich selbst zugesagt hätte. Fixpreis, weil niemand eine
offene Rechnung fürchten soll. Kein Abo, weil Ihre Website Ihnen gehört und nicht
mir. Und am dritten Tag steht ein Entwurf — gefällt er nicht, zahlen Sie nichts.
Das kann ich anbieten, weil ich niemanden bezahlen muss ausser mich.